In den vergangenen Monaten war das Thema Heizung in den Medien omnipräsent. Viele Hausbesitzer hier im Kreis Herford fragen sich zu Recht: Was gilt denn nun eigentlich? Welche Gesetze sind relevant und was bedeutet das konkret für mein Eigenheim, das vielleicht schon ein paar Jahrzehnte alt ist?
Als lokaler Handwerksbetrieb merken wir in unseren Kundengesprächen oft, dass eine große Unsicherheit herrscht. Deshalb möchten wir an dieser Stelle nicht werben, sondern informieren. Wir fassen die wichtigsten Änderungen für das Jahr 2025 zusammen, damit Sie eine Grundlage für Ihre eigenen Überlegungen haben.

1. Die Fördersituation: Was der Staat aktuell beisteuert
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) gibt den Rahmen vor, doch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) liefert die finanzielle Unterstützung. Für das Jahr 2025 ist die Struktur der Zuschüsse so geregelt, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien unterstützt wird.
Ein kurzer Überblick über die möglichen Bausteine:
- Grundförderung (30 %): Dieser Satz gilt allgemein für den Wechsel auf klimafreundliche Heizsysteme wie Wärmepumpen.
- Klimageschwindigkeits-Bonus (20 %): Dieser gilt für selbstnutzende Eigentümer, die ihre funktionstüchtige fossile Heizung (z.B. Öl oder Gas) austauschen.
- Einkommens-Bonus (30 %): Dieser Baustein greift für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 40.000 €.
- Effizienz-Bonus (5 %): Dieser wird gewährt, wenn Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln oder Wärmequellen wie Erdreich/Wasser genutzt werden.
Gut zu wissen: Die Förderquote ist insgesamt bei 70 % der förderfähigen Kosten gedeckelt. Das Ziel dieser Staffelung ist es, die Modernisierung auch für Menschen mit normalem Einkommen machbar zu halten.
2. Technik im Wandel: Die Wärmepumpe im Bestandsgebäude
Lange Zeit galt der Grundsatz: „Wärmepumpe nur mit Fußbodenheizung“. Dieser Satz ist heute technisch so nicht mehr haltbar. Die Entwicklung der Geräte hat in den letzten Jahren große Sprünge gemacht.
Insbesondere der Einsatz des Kältemittels R290 (Propan) hat die Möglichkeiten verändert.
- Höhere Temperaturen: Moderne Geräte (wie die Ecodan-Serie von Mitsubishi Electric, die wir häufig verbauen) erreichen Vorlauftemperaturen von bis zu 75 °C.
- Die Konsequenz: Diese Temperaturen ähneln denen von konventionellen Öl- oder Gaskesseln. Das bedeutet, dass in vielen Bestandsgebäuden die vorhandenen Heizkörper weitergenutzt werden können und nicht zwingend ausgetauscht werden müssen.
Ob das für Ihr spezifisches Haus sinnvoll ist, lässt sich allerdings nicht pauschal im Internet klären, sondern nur durch eine Begutachtung vor Ort. Jedes Haus ist anders gedämmt, jeder Heizkörper anders dimensioniert.
3. Versorgungssicherheit im Winter
Ein berechtigtes Anliegen vieler Kunden ist die Leistung der Geräte bei Minusgraden. Das Wetter in Ostwestfalen ist wechselhaft und Frost keine Seltenheit. Moderne Außeneinheiten sind technisch darauf ausgelegt, auch bei tiefen Temperaturen (bis -15 °C und tiefer) die benötigte Wärmeenergie aus der Umgebungsluft zu gewinnen. Technologische Verfahren wie die „Zubadan“-Technik sorgen dafür, dass die Heizleistung auch an kalten Tagen stabil bleibt, ohne dass die Anlage übermäßig Strom „verheizt“.
4. Vernetzung und Stromtarife (§ 14a EnWG)
Seit 2024 und verstärkt in 2025 greifen Regelungen zur Netzintegration (§ 14a EnWG). Was kompliziert klingt, bedeutet im Alltag: Wärmepumpen gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Dafür gewähren Netzbetreiber im Gegenzug eine Reduzierung der Netzentgelte. Wer sich also für eine Wärmepumpe entscheidet, sollte prüfen, ob spezielle Wärmepumpen-Stromtarife verfügbar sind, um die laufenden Kosten zu senken.
Unser Ansatz bei MRH Löwen: Erst prüfen, dann planen
Eine neue Heizung kauft man nicht nebenbei. Es ist eine Entscheidung für die nächsten 20 Jahre. Wir bei MRH Löwen verstehen uns daher in erster Linie als Berater.
Wir schauen uns Ihre Situation in Bünde oder Umgebung unverbindlich an.
- Ist eine Wärmepumpe bei Ihnen wirtschaftlich?
- Müssen Heizkörper getauscht werden oder reichen die alten?
- Wie sieht der Schallschutz zum Nachbarn aus?
Erst wenn diese Fragen geklärt sind, macht ein Angebot Sinn. Wenn Sie sich informieren möchten, stehen wir Ihnen für ein sachliches Gespräch zur Verfügung.
MRH Löwen
Kälte- & Klimatechnik in Bünde